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Paul Münch - Mudartdichter und Lehrer

Paul Münch

Paul Münch gehört in die Pfalz wie der Wein. Seine Kindheit und Jugend verbrachte der 1879 in Ruchheim geborene Mundartdichter und Lehrer auch in der Westpfalz, die ihn sehr geprägt hat.

1907 kam Münch nach Kaiserslautern. Hier war er 43 Jahre lang an der Oberrealschule, am Gymnasium und an der Lehrerbildungsanstalt hauptsächlich als Kunsterzieher tätig. Vor allem bei seinen eigenen Büchern betätigte er sich auch als Illustrator. Seine bekannteste Zeichnung ist der Entwurf eines schwarz-weißen Jugendstil-Weinetiketts, das er 1919 für das Weingut Hahnmühle an der Nahe fertigte und das heute noch in Gebrauch ist.

Münch verstarb 1951 im Krankenhaus Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße und wurde auf dem Kaiserslauterer Waldfriedhof in einem städtischen Ehrengrab beigesetzt.

Mit seinem umfangreichen literarischen Schaffen auf dem Gebiet der Mundartdichtung wurde er der Pfälzer Poet schlechthin, der durch seine volkstümliche und häufig auch zeitlose Themenwahl sowie seinen gekonnten Umgang mit Sprache und Reim heute noch präsent ist.

Verewigt hat er sich mit den folgenden Zeilen auf einen Felsblock auf dem Gipfel des Kleinen Roßbergs zwischen Hochspeyer und Johanniskreuz, den er damit für immer und ewig zur Weltachse machte:

Die Pälzer WeltachsWann jemand uf de Infall käm,
Die Achs vun unserem Weltsyschtem
Genaa un dipplich auszurechne
Un in die Landkart inzuzeechne,
Do käms eraus, daß akkurat
Im Mittelpunkt vum Pälzer Staat
Der Punkt leit, der wo ganz gewiß
Die Hauptsach uf‘em Weltall is
Der Punkt, wo alles sich drum dreht,
Was uf der weite Welt besteht.

Dieses bedeutende Fleckchen Erde bekam so in seiner „Pfälzer Weltgeschicht“  den Namen „Weltachs“  wortwörtlich angedichtet.

Die Pfälzer haben seither die ehrenvolle Aufgabe, die „Weltachs“ zu schmieren, so wie es auf dem Monument selbst geschrieben steht: „Do wird die Weltachs ingeschmeer / unn uffgepasst, dass nix passeert.“ Denn wie ebenfalls aus Münchs Sicht der Weltgeschicht zu erfahren ist: 20 international bedeutsame Ereignisse sollen angeblich in der Pfalz stattgefunden haben, welche damit nach Münch das Zentrum der Welt darstellt. Also: „Was nit in de Palz basseert, is Newesach un hat kee Wert!“

Und wer selbst einmal am Mittelpunkt der Welt stehen möchte, findet um diese Attraktion herum herrliche Wanderstrecken.

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