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"Allianz Digitaler Warenfluss" gegründet

Fraunhofer IESE optimiert das "Internet der Dinge".

Partner aus Wissenschaft und Industrie werden die Nutzung des “Internets der Dinge“ in Deutschland vorantreiben. An der „Allianz Digitaler Warenfluss“ (ADiWa) wirken, neben der SAP AG als Koordinator, das Deutsche Zentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), vier Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, die IDS Scheer AG, die Software AG, sowie die Technischen Universitäten Darmstadt und Dresden mit. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE wird das Arbeitspaket „Anwendungsszenario Logistik“bearbeiten.

Das „Internet der Dinge“ bezeichnet anschaulich einen sehr gegenständlichen Aspekt der wichtigsten Kommunikationsinfrastruktur der Welt: Den internetbasierten Waren- und Güterfluss. Von der Produktion über den Handel bis hin zur ausgefeilten Transportlogistik zum Endkunden wären viele Abläufe der globalen Wirtschaft ohne das Internet heute undenkbar. Ziel der Allianz Digitaler Warenfluss ADiWa ist es, Technologien für Unternehmensanwendungen zu erforschen, die komplexe und dynamische Geschäftsprozesse über das so genannte „Internet der Dinge“ planen, steuern und ausführen.

Anwendungsszenarien des Großforschungsprojekts beziehen sich daher insbesondere auf die Logistik. Professor Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE, weist auf die grundlegende Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologie für die Logistikbranche hin: „Global agierende Transportunternehmer müssen im Prinzip jederzeit den Status aller ihrer Einrichtungen und Packstücke weltweit kennen, um auf Störungen adäquat reagieren zu können – dazu braucht es das Internet als infrastrukturelle Basis in Verbindung mit leistungsstarken Softwarelösungen.“

Die Experten des Kaiserslauterer Instituts erarbeiten im Rahmen des Projekts ADiWa zusammen mit den Konsortialpartnern unter anderem Anforderungsprofile und serviceorientierte Produktlinienarchitekturen für transporttechnische Softwaresysteme. Deren Besonderheit: selbstständige Reaktion auf veränderte Gegebenheiten. „Ein Logistiksystem wird zukünftig anhand gesammelter Daten entscheiden, ob und weshalb der Warenfluss ins Stocken gerät und erforderlichenfalls Gegenmaßnahmen einleiten“, so Softwareexperte Rombach.

Ergänzend zu den Gründungsmitgliedern des ADiWa-Konsortiums bringen sich mit ABB, DB Schenker und der Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG namhafte Industrieunternehmen in die Gestaltung und Bewertung der Anwendungen ein. Kleine und mittelständische Unternehmen wie die B2M Software AG, die Sopera GmbH und die ubigrate GmbH unterstützen die Allianz mit Speziallösungen.

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