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Es war auch wieder von Chancen die Rede

Bilanzpressekonferenz bei Freudenberg.

Es war auch wieder von Chancen die Rede

Quelle: Freudenberg

Die Unternehmensgruppe Freudenberg hatte am 13. April zur Bilanzpressekonferenz nach Weinheim geladen. Das international tätige Familienunternehmen Freudenberg ist mit drei Gesellschaften am Standort in Kaiserslautern vertreten: mit Freudenberg Vliesstoffe, Freudenberg Filtration Technologies und Helix Medical Europe.

Freudenberg war im Geschäftsjahr 2009 durch die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise vor extreme Herausforderungen gestellt. Um bis zu 40 Prozent brach der Umsatz mit den wichtigsten Abnehmerbranchen Automobil und Maschinenbau im Jahresdurchschnitt ein. Die Auswirkungen trafen alle Geschäftsfelder. Vor allem in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres kam es zu gravierenden Umsatzrückgängen. Im dritten und vierten Quartal stabilisierte sich die Geschäftstätigkeit auf niedrigem Niveau. Der Umsatz ging gegenüber 2008 um 849,3 Millionen Euro oder 16,8 Prozent auf 4.200,8 Millionen Euro (VJ. 5.050,1 Millionen Euro) zurück. Das Konzernergebnis lag mit minus 249,6 Millionen Euro um 425,9 Millionen Euro unter dem Vorjahr. Zum Jahresende beschäftige Freudenberg 32.142 Mitarbeiter, 596 weniger als am Stichtag 2008.

Freudenberg hat bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 auf den sich abzeichnenden Konjunktureinbruch reagiert und entsprechend früh Gegenmaßnahmen eingeleitet. Je nach Gesetzeslage eines Landes wurden alle Möglichkeiten genutzt, um dort möglichst viele Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Durch ihre solide Finanzpolitik ist die Unternehmensgruppe Freudenberg den Herausforderungen des wirtschaftlichen Umfeldes gut gewachsen. Das Unternehmen verfügt durch frühzeitige und weitreichende Liquiditätsvorsorge über hohe Reserven an flüssigen Mitteln und kommittierten Kreditlinien ihrer Kernbanken.

„Freudenberg rechnet für 2010 mit einer schrittweisen Erholung der wesentlichen Abnehmerbranchen, die allerdings mit erheblichen Schwankungen und Unsicherheiten verbunden ist“, so Dr. Peter Bettermann, Sprecher der Unternehmensleitung. Vor dem Hintergrund der Beschleunigung des Wachstumstempos in China, Indien und in Teilen Südamerikas, stellt sich das Unternehmen darauf ein, Chancen konsequent zu nutzen und seine gute Position in diesen Märkten weiter auszubauen. Auch das Wachstum in strategische Zielmärkte wie Öl und Gas, Medizintechnik, Luftfahrt und Schwerhydraulik soll weiter vorangetrieben werden. „Wir führen dazu Gespräche mit potenziellen Partnern. Erste Verträge wurden bereits im März geschlossen“, fuhr
Dr. Peter Bettermann fort. So hat sich das Tochter-Unternehmen Helix Medical Europe KG mit Sitz in Kaiserslautern mit 50 Prozent an dem irischen Hersteller für medizintechnische Geräte VistaMed Ltd. beteiligt.

Freudenberg rechnet damit, dass sich in seinen traditionellen Märkten Chancen durch Marktbereinigung ergeben. Diese können aufgrund der hohen finanziellen Solidität genutzt werden. Da die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen Mitte 2010 vollständig abgeschlossen sein werden und damit die Break-even-Punkte erheblich gesenkt sind, kann das Unternehmen in diesen Märkten auch bei vergleichsweise schwacher Konjunktur wirtschaftlich arbeiten.

Innovationen haben Freudenberg schon mehrfach Chancen in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten eröffnet. Forschung und Entwicklung zählen zu den Top-Themen im Unternehmen. Freudenberg hat im Jahr 2009 insgesamt 170,9 Millionen Euro in Forschung & Entwicklung investiert. Im Berichtsjahr arbeiteten in diesem Bereich rund 1.900 Mitarbeiter. Regionaler Schwerpunkt mit 1.335 Mitarbeitern ist nach wie vor Deutschland. „Trotz Krise und striktem Kostenmanagement haben wir 2009 unsere Entwicklungs- und Innovationsanstrengungen konsequent fortgesetzt. Besonders in der Material- und in der Energieeffizienz sind wir erheblich vorangekommen und haben gute Erfolge und Einsparungen erzielt“, sagte
Dr. Martin Stark, Mitglied der Unternehmensleitung. „Darüberhinaus zählen zu den gruppenweiten Forschungsschwerpunkten Mobilitätskonzepte der Zukunft, wie Elektro- und Hybridantriebe und Brennstoffzellenantriebe, aber auch erneuerbare Energien und die Medizintechnik.“ Hier ist Freudenberg mit seinen Batterieseparatoren, Dichtungs- und Schwingungslösungen, flexiblen Leiterplatten und Filterlösungen ein gefragter Entwicklungspartner. Diese Themen werden auch im Jahr 2010 Schwerpunktthemen im Bereich Forschung & Entwicklung sein.

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