Die Rolle der Hirnforschung in der Entwicklungs- und Lernpsychologie - Zwischen Euphorie und Ablehnung
| What | Appointment |
|---|---|
| When |
09.09.2009 from 19:30 to 21:30 |
| Where | Fruchthalle Kaiserslautern |
| Add event to calendar |
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Podiumsdiskussion im Rahmen des Kaiserslauterer Jahres der Wissenschaft
Am Mittwoch, 09. September 2009, 19:30 Uhr, findet
in der Fruchthalle eine Veranstaltung des Fachgebietes
„Psychologie der Frühförderung“ des Fachbereichs Sozialwissenschaften der Technischen
Universität Kaiserslautern zum Kaiserslauterer Jahr der Wissenschaft statt. Im
Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Rolle der Hirnforschung in der
Entwicklungs- und Lernpsychologie - Zwischen Euphorie und Ablehnung“ wird
Professor Uta Frith, ehemalige stellvertretende Direktorin des „Institute of
Cognitive Neuroscience“ am University College London, einen Einführungsvortrag
halten. Die am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Kaiserslautern zur Schule
gegangene Professorin gehört zu den weltweit führenden anwendungsorientierten
Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Neben der Erforschung von
Entwicklungsstörungen wie Lese- und Rechtschreibstörungen sowie Autismus auf
neurokognitiver Ebene beschäftigt sich Frith seit langem mit der Frage, welchen
Wert die Neurowissenschaften für das Lehren und Lernen haben.
Bei einer
anschließenden Podiumsdiskussion werden namhafte Experten aus den Bereichen der
Hirnforschung, der Pädagogischen und der Kognitiven Psychologie sowie der
Schulpraxis ihre Ansichten zum Thema in kurzen Statements darlegen und zusammen
mit dem Publikum erörtern.
Der Abend wird von Ralf Caspary, Leitender
Wissenschaftsredakteur beim SWR, moderiert. Mitveranstalter des Abends, der in
deutscher Sprache gestaltet ist, sind die Deutsche Gesellschaft für Psychologie
sowie die Stadt Kaiserslautern. Der Eintritt ist frei.
In den letzten Jahrzehnten haben bildgebende Verfahren dazu beigetragen, die Arbeitsweise des Gehirns besser zu verstehen und aufgezeigt, wie Entwicklungs- und Lernprozesse das Gehirn funktional und strukturell verändern. Viele Wissenschaftler und Praktiker sind der Meinung, dass neurowissenschaftliche Erkenntnisse zu Lern- und Entwicklungsprozessen eine hohe Relevanz für den Bildungssektor haben und setzen sich für eine engere Verbindung von Hirnforschung und bildungswissenschaftlichen Themen ein. Andere dagegen sind skeptisch, ob derartige Erkenntnisse wirklich zur besseren Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen in Schule und Kindergarten beitragen können. Die Frage, welchen Beitrag die Hirnforschung für die Bildungsforschung und Bildungspraxis leisten kann, beschäftigt seit Jahren Wissenschaftler, Bildungspolitiker, Schulpraktiker und Eltern gleichermaßen.